Trigeminus- und andere Neuralgien

Die Trigeminusneuralgie bezeichnet anfallsartige, meist einseitig auftretende Gesichtsschmerzen im Versorgungsgebiet des 5. Hirnnervs (Nervus trigeminus). Dabei unterscheidet man zwischen zwei auftretenden Formen:

  • Die idiopathische Trigeminusneuralgie tritt meist bei Frauen nach dem 50. Lebensjahr auf und wird meist mit unbekannter Ursache durch unterschiedliche Reize (Kälte sprechen, Niesen, etc.) ausgelöst.
  • Die symptomatische Trigeminusneuralgie tritt meist vor dem 40. Lebensjahr als Folge von Entzündungen, Schädigung des Nervs, Hirntumoren, etc. auf.

Die Behandlung der Trigeminusneuralgie erfolgt in gewissen Fällen operativ durch einen Neurochirurgen. Nicht selten komprimiert eine Gefässschlinge den 5. Hirnnerv bei der Austrittsstelle aus dem Hirnstamm. Sorgfältiges Ablösen des Gefässes vom Hirnnerven mit einer Unterfütterung führt in 90% der Fälle zu sofortiger Schmerzfreiheit. 

Lassen Sie sich von uns zu den verschiedenen Behandlungsformen aufklären.

Glossopharyngeus-Neuralgie. Bei dieser 59-jährigen Patientin fand sich intraoperativ der seltene neurovaskulärer Konflikt zwischen der A. cerebelli inf.ant.und dem N. glossopharyngeus. Die Patientin klagte während 7 Jahren über Geschmacksstörungen, Hypersalivation und tief im Schlund sitzende chronische Schmerzen. Über eine retrosigmoidale Kraniotomie wurde der durch die Gefässpulsationen gereizte IX. Hirnnerv von der feinen Arteriole gelöst und mit einem Interponat geschützt. Postoperativ stellte sich schrittweise eine langsame, aber eindeutige Besserung ein.